Die meisten Unternehmen behandeln Umfrageantworten wie einen Bericht. Die Umfrage endet, die Antworten werden exportiert, jemand erstellt eine Präsentation, sie wird geteilt und anschließend gehen alle zum nächsten Thema über. Das ist verschenktes Potenzial.
Deine Umfrageantworten können zu einer deiner nützlichsten Quellen für Marketingwissen werden.
Eine Umfrage ist noch keine Erkenntnis
Die Umfrage ist lediglich das Instrument zur Datenerhebung.
Der eigentliche Wert liegt in den Informationen, die in den Antworten enthalten sind.
Stell dir vor, du fragst 500 Kunden:
Warum hast du dich für uns entschieden?
Vielleicht erfährst du:
-
31 % haben sich wegen der Benutzerfreundlichkeit für dich entschieden
-
24 % wegen des Preises
-
18 % wegen einer bestimmten Funktion
-
15 % aufgrund von Empfehlungen
-
12 % aus einem anderen Grund
Das ist bereits nützlich.
Doch die Antworten auf offene Fragen können noch wertvoller sein.
Vielleicht beschreiben Kunden dein Produkt immer wieder mit Formulierungen, an die dein Marketingteam noch nie gedacht hat.
Diese Formulierungen können deine Botschaften beeinflussen.
Gewinne aus Antworten fünf Arten von Wissen
1. Beweggründe der Kunden
Warum haben sich Kunden für dich entschieden?
Das kann die tatsächlichen Treiber hinter Kaufentscheidungen aufzeigen.
2. Einwände der Kunden
Was hätte sie beinahe davon abgehalten?
Das kann zeigen, worauf Vertrieb und Marketing eingehen müssen.
3. Sprache der Kunden
Wie beschreiben Kunden das Problem?
Das kann deine Website- und Werbetexte verbessern.
4. Prioritäten der Kunden
Was schätzen Kunden am meisten?
Das kann die Produktpositionierung beeinflussen.
5. Chancen aus Kundenwünschen
Welche Lösung wünschen sich Kunden, die es bisher nicht gibt?
Daraus können Ideen für Produkte und Kampagnen entstehen.
Beispiel: Deine Startseite verbessern
Angenommen, auf deiner Startseite steht derzeit:
„Leistungsstarke Kundenfeedbackplattform für moderne Unternehmen.“
Das klingt vernünftig.
Doch in deinen Umfrageantworten steht immer wieder:
„Ich brauchte etwas, mit dem ich ganz einfach in wenigen Minuten eine Umfrage erstellen kann.“
Jetzt hast du eine Möglichkeit zur Positionierung, die direkt von deinen Kunden stammt.
Dein Marketingteam kann testen:
„Erstelle in wenigen Minuten eine professionelle Umfrage.“
Der Unterschied ist subtil.
Aber die zweite Aussage basiert auf der Sprache der Kunden.
Segmentiere deine Antworten
Nicht jeder Kunde ist gleich.
Angenommen, du befragst:
-
Marketingteams
-
HR-Teams
-
Forschende
-
Trainer
-
Studierende
Wenn du alle zu einem einzigen Durchschnitt zusammenfasst, können wichtige Unterschiede verloren gehen.
Marketingteams legen vielleicht den Schwerpunkt auf Kundenforschung.
HR-Teams legen vielleicht den Schwerpunkt auf Mitarbeiterfeedback.
Trainer legen vielleicht den Schwerpunkt auf Evaluationen.
Forschende legen vielleicht den Schwerpunkt auf erweiterte Analysen.
Segmentierung macht dein Feedback nützlicher.
Enquete bietet Antwortfilter und erweiterte Filter, mit denen Teams Antworten nach relevanten Kriterien untersuchen können.
Verwandle Kundenfeedback in Kampagnenideen
Angenommen, Kunden sagen dir:
„Wir nutzen das Produkt nach jeder Schulung.“
Das ist nicht bloß Feedback.
Das ist eine Marketingerkenntnis.
Du kannst Inhalte zu folgendem Thema entwickeln:
So sammelst du Feedback nach jeder Schulung.
Erstelle anschließend:
-
Blogbeiträge
-
Vorlagen
-
Fallstudien
-
E-Mail-Kampagnen
-
LinkedIn-Beiträge
-
Videos
-
Webinare
Eine einzige Kundenerkenntnis kann eine ganze Reihe zusammenhängender Inhalte hervorbringen.
Nutze Umfrageergebnisse als Belege
Angenommen, 82 % der Kunden sagen, dass eine bestimmte Funktion ihnen Zeit spart.
Diese Zahl kann verwendet werden als:
-
Statistik in einem Blogbeitrag
-
Social-Media-Beitrag
-
Verkaufspräsentation
-
Bestandteil einer Fallstudie
-
Beleg auf einer Landingpage
Du solltest deine Forschung immer korrekt darstellen und den passenden Kontext liefern. Eigene Kundendaten können Marketing jedoch deutlich konkreter machen.
Nutze KI, um die Analyse zu beschleunigen
Große Umfragen können Hunderte oder Tausende Antworten liefern.
Themen manuell zu erkennen, wird dabei zunehmend schwieriger.
KI-gestützte Analysen können helfen, Folgendes sichtbar zu machen:
-
Gemeinsame Themen
-
Häufig genannte Aspekte
-
Positive und negative Muster
-
Mögliche Auffälligkeiten
-
Wichtige Kundenkommentare
Der AI Insight Report von Enquete wurde entwickelt, um Umfrageantworten in Erkenntnisse zu verwandeln. Die Analysefunktionen bieten zusätzliche Möglichkeiten, Ergebnisse zu filtern und zu untersuchen.
Entwickle einen Arbeitsablauf für Marketingwissen
Probiere Folgendes:
Schritt 1: Stelle Kunden eine gezielte Frage.
Schritt 2: Sammle Antworten.
Schritt 3: Segmentiere die Antworten.
Schritt 4: Erkenne wiederkehrende Themen.
Schritt 5: Arbeite die Sprache der Kunden heraus.
Schritt 6: Verwandle Erkenntnisse in Hypothesen.
Schritt 7: Erstelle Marketingmaterialien.
Schritt 8: Teste die Botschaft.
Schritt 9: Sammle erneut Feedback.
Jetzt ist deine Umfrage nicht das Ende des Marketingprozesses.
Sie ist der Anfang.
Der verborgene Content-Motor
Eine gute Umfrage kann Folgendes hervorbringen:
Forschung
↓
Erkenntnisse
↓
Marketingaussagen
↓
Inhalte
↓
Kampagnen
↓
Kundengespräche
↓
Weitere Forschung
Das ist ein Kreislauf für Marketingwissen.
Und er ist wesentlich wertvoller, als nach dem Ende deiner Umfrage einfach eine Excel-Datei herunterzuladen.
Die Reihe zum Kundenwissen
- Warum KI Kundenfeedback wertvoller macht, nicht weniger wertvoll
- Frag nicht länger KI, was deine Kunden wollen. Frag deine Kunden.
- So baust du einen Lernkreislauf mit deinen Kunden auf
- Was deine Kunden tun, ist nicht dasselbe wie der Grund dafür
- So verwandelst du Umfrageantworten in Marketingwissen
- Wie eigene Kundenforschung deine Marke in der KI-Suche sichtbarer machen kann
- So verbesserst du mit Kundenfeedback die Conversion deiner Website
- So verbindest du Verhaltensdaten mit Kundenfeedback
- Warum mehr Marketingdaten nicht immer bessere Entscheidungen bedeuten
- So verwandelst du Kundenumfragen in eigene Forschungsberichte